Unser Programm

Do. 21. Dezember 201720:00

Jazzsession des Jazzclub Alluvium und der JMO

Martin Flindt

Die Jazzsession von Jazzclub Alluvium und der JMO sind längst schon fester Bestandteil des Oldenburger Kulturgeschehens geworden. Immer am dritten Donnerstag des Monats kann man erleben, was die Jazzszene im Nordwesten zu bieten hat.

Nachdem der erste Teil des Abends mit einer festen Besetzung eröffnet wird, sind in der zweiten Hälfte alle Musiker dazu eingeladen, mitspielen. Dabei spielt es keine Rolle ob Profi oder Amateur, die Mischung verspricht auf jeden Fall einen spannenden Abend.

Die Session eröffnen Jörn Anders – trp, Martin Flindt – git, Bert van Erk – b und Philipp
Pumplün – dr.

Der Eintritt ist frei.

Veranstalter: Jazzclub Alluvium in Kooperation mit der JMO

So. 7. Januar 201811:00

LiteraTour Nord
Mariana Leky: „Was man von hier aus sehen kann“

Mariana LekyMariana Leky ist eine Meisterin der genauen Beobachtung und des lakonischen Tons. In ihrem neuen Roman kann Selma, eine alte Westerwälderin, den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen oder verschwinden lassen, erzählt Mariana Leky in ihrem Roman. Sie entwirft dabei das Porträt eines Dorfes, in dem alles auf wundersame Weise zusammenhängt. Und sie erzählt von der Liebe unter schwierigen Vorzeichen. Für Luise zum Beispiel, Selmas Enkelin, gilt es viele tausend Kilometer zu überbrücken, denn der Mann, den sie liebt, ist zum Buddhismus konvertiert und lebt in einem Kloster in Japan.

Mariana Leky, 1973 in Köln geboren, studierte nach einer Buchhandelslehre Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Bei DuMont erschienen der Erzählband „Liebesperlen“ (2001), die Romane „Erste Hilfe“ (2004) und „Die Herrenausstatterin“ (2010) sowie „Bis der Arzt kommt. Geschichten aus der Sprechstunde“ (2013). Sie lebt in Berlin und Köln.

Moderation: Sabine Doering

Eintritt: € 9.00/erm. € 7.00 – VVK: CvO-Unibuch, Uhlhornsweg, und unter Telefon 0441-7 16 77

Veranstalter: Literaturbüro Oldenburg, Carl von Ossietzky-Universität und CvO-Unibuch

Photo: Franziska Hauser

Sa. 13. Januar 201820:00

Uncle Hammond’s Soul Jazz Movement

Uncle HammondUncle Hammond schart für sein Soul Jazz Movement Musiker aus Bremen und Oldenburg um sich, die versuchen, den Soul Jazz der 1960er Jahre wieder zum Klingen zu bringen. Im Mittelpunkt steht hierbei der legendäre Sound der Hammond-Orgel. Der warme, schmatzende Klang des Instruments, das aber auch brutales Kreischen von sich geben kann, ist das unverwechselbare Markenzeichen. Diesmal mit dabei: eine originale Hammond B3 aus dem Jahr 1953. Zum Repertoire des Movements gehören neben Lonnie Smith auch Titel von George Benson, Lou Donaldson und anderen Künstlern des Genres.

Besetzung:
Gert „The Uncle Hammond“ Lueken – Hammond B3
Christopher Stolz – Saxophon
Andreas Lueken – Posaune
Dominik Banaschek – Gitarre
Nicolai Raabe – Gitarre
Fabian Schulz – Bass
Patrick Tellmann – Bass
Malte Radoy – Schlagzeug

Eintritt: 15.00/erm. 10.00. Bitte reservieren Sie Ihre Karten online oder telefonisch: 04481-920227 (AB).

Veranstalter: Jazzmusiker-Initiative Oldenburg e.V.

So. 14. Januar 201820:00

Lady Aga

Lady AgaDas internationale Trio um die junge Pianistin Agata Ciurkot verbindet in seiner Musik verschiedenste Einflüsse aus unterschiedlichsten Quellen wie modernem Jazz, Romantik, freier Improvisation und Neuer Musik zu einem eigenen, fragilen Klanggebäude. In der Musik wird Authentizität dem Bedienen von Erwartungen und Tiefe der technischen Leistungsschau vorgezogen. Die drei äußerst umtriebigen MusikerInnen erweitern auch außerhalb des Trios stets ihren musikalischen Horizont und festigen und verfeinern so fortwährend ihre eigene Stimme und ihren Zugang zur Musik. Dadurch bewahrt sich das Trio eine Frische und Unabgestandenheit und überrascht sich immer wieder selbst.

Agata Ciurkot studierte zunächst klassisches Schlagwerk in Danzig und Hannover, bevor sie dann das Jazz-Klavierstudium in Bremen begann. Seit Herbst 2016 befindet sie sich im European Jazz Master Studium an der UdK Berlin, im Rahmen dessen sie eine der interessantesten Jazz Hochschulen Skandinaviens – Jazzlinja Trondheim (Norwegen) – besuchen durfte. Aktuell lebt sie in Kopenhagen und studiert am renommierten „Rytmisk Musikkonservatorium“.

Michael Bohn ist in der Nähe von Lüneburg geboren und seit 2009 in Bremen als Bassist aktiv. Er hat das Jazz-Kontrabassstudium abgeschlossen und studiert zurzeit klassischen Kontrabass an der Hochschule für Künste in Bremen.

Michael Bohn ist in zahlreichen Jazzprojekten mit u.a. Jan-Olaf Rodt, Christian Schoenefeldt, Joe Dinkelbach und Martin Classen aktiv.

Stefan Vidal-Schneider ist geborener Oldenburger und studierte zunächst Jazzschlagzeug an der ARTEZ Hogeschool voor de kunsten in Enschede. Das letzte Jahr seines Studiums absolvierte er in Malmö (Schweden). Zurzeit wohnt er in Münster und ist in internationalen Projekten aktiv.

Agata Ciurkot – Klavier
Michael Bohn – Bass
Stefan Vidal-Schneider – Schlagzeug

Lady Aga auf YouTube – mit Christian Hiltawsky an den Drums.

Eintritt: 15.00/erm. 10.00. Bitte reservieren Sie Ihre Karten online oder telefonisch: 04481-920227 (AB).

Veranstalter: Jazzmusiker-Initiative Oldenburg e.V.

Fr. 19. Januar 201820:00

The Feen Brothers

van der Feen BrothersPaul van der Feen ist einer der herausragenden Jazz-Saxophonisten, der aus der regen holländischen Musiklandschaft mit eigener Stimme hervortritt. Er wuchs mit seinen Brüdern Mark, Matthijs und Clemens auf – ihre Jugend war eine nahezu ununterbrochene Jamsession, von der aus die Brüder in alle Richtungen der niederländischen Jazz-Szene ausschwärmten. Mittlerweile sind sie alle etablierte Musiker an der Spitze des niederländischen Jazz und haben bei national und international bekannten Künstlern und Ensembles wie dem Metropol Orkest, dem Toots Thielemans Quartet oder Caro Emerald mitgewirkt.

Die vier Brüder werden an diesem Abend den größten Jazz-Legenden Tribut zollen, die sie seit frühester Kindheit zum gemeinsamen Musizieren inspiriert haben. Diese Nacht wird eine brüderliche Hommage an Giganten wie Charlie Parker, Stan Getz, Bil Evans, Oscar Peterson, Dave Brubeck, John Coltrane und vielen anderen.

Im März 2017 hatten wir die Brüder mit ihrem „Brubeck Project“ zu Gast, hier ein Eindruck von dem Projekt:

Weitere Infos zu den Musikern: www.paulvanderfeen.com | www.clemensvanderfeen.com, www.markvanderfeen.com

Paul van der Feen – Saxophon
Mark van der Feen – Piano
Clemens van der Feen – Bass
Matthijs van der Feen – Drums

Einritt: 15.00/erm. 10.00 – Reservierung: 0179-76 63 588 oder online.

Veranstalter: Jazzclub Alluvium

Sa. 20. Januar 201820:00

Uli Beckerhoff Quartett – „70. Birthday Tour“

Uli BeckerhoffDer international renommierte Trompeter Uli Beckerhoff hat sich für sein neues akustisches Quartett mit Richard Brenner (p), Moritz Götzen (b) und Niklas Walter (dr) drei junge und hochtalentierte Musiker ausgesucht, die alle Eigenschaften mitbringen, die für eine große künstlerische Karriere Voraussetzung sind: höchste instrumentale Fähigkeiten, große emotionale Ausdruckskraft, Einfallsreichtum und Risikobereitschaft.

Die künstlerischen Resultate, die das Zusammentreffen von musikalischer Reife mit jugendlichem Sturm und Drang hervorbringen, beschreibt der Journalist Stefan Pieper bei dem Auftritt des Quartetts beim JOE-Festival in Essen folgendermaßen: „Gereifter Jazz, der sich auf Erfahrungen bauend […] eine hellwache Gegenwart zaubert. Uli Beckerhoff musiziert auf der Trompete und dem Flügelhorn sehr wandlungsfähig und auch dezidiert lyrisch inmitten der jungen Truppe, die sich von so viel charismatischer Ausstrahlung gerne anstecken lässt. Schön, wie selbstverständlich dies generationenübergreifend stattfindet.“

Die Gruppe gab 2015 und 2016 diverse Konzerte in Deutschland und Italien – nicht zuletzt vor einem Jahr im Wilhelm13 – und wurde unter anderem zu den Festivals in Essen, Hilden und Venedig eingeladen.

Die erste Studioeinspielung der Gruppe begeisterte die Produzenten des New Yorker Labels „Dot Time Records“ in einem Maße, dass sie sofort die Rechte zur Veröffentlichung der CD erwarben und diese im Herbst 2015 international veröffentlichten. Im September 2016 ist die erste DVD eines Live-Konzertes unter dem Titel „Heroes – Live“ erschienen. Das Österreichische Musik Magazin schreibt: „Mit der CD ‚Heroes’ würdigt Uli Beckerhoff das Genie seiner großen Vorbilder […] und systematisiert eine Hommage der Sonderklasse mit Eigenkompositionen. […] Mit einem Trio aus blutjungen und hochbegabten Musikern tritt Uli Beckerhoff mit dem künstlerischen Energiepotential seiner Idole in Verbindung.“

Am Nikolaustag dieses Jahres wird Uli Beckerhoff 70 Jahre alt und geht zu diesem Anlass mit seinem Quartett auf Tour. Neben Stationen in Bremen, Trier, Köln, Braunschweig, Essen u.a. machen die Musiker am 20. Januar auch im Wilhelm13 halt.

Hier ein Eindruck von der DVD „Heroes – Live“:

Seit mehr als 40 Jahren gehört Uli Beckerhoff zu den namhaftesten Trompetern in Europa. Als Instrumentalist und als Komponist ist der auf mehr als 50 CDs/LPs verschiedener europäischer und amerikanischer Labels vertreten. Er spielte bei nahezu allen großen Festivals in Deutschland und Europa. Beckerhoff erhielt Kompositionsaufträge für diverse Ensembles wie Radio-Bigbands und Sinfonieorchester und komponierte Film- und Theatermusik für viele namhafte Regisseure. 1990 wurde er zum Professor für Trompete an der Folkwang Universität der Künste Essen berufen, war Dozent bei vielen nationalen und internationalen Jazz-Workshops und gehört unter anderem zum künstlerischen Leitungsteam der weltgrößten Jazz-Messe, der JAZZAHEAD in Bremen. Die Zusammenarbeit mit Musikern wie John Taylor, Dave Liebman, John Abercrombie, Norma Winstone, Maria Joao, Glauco Venier, John Scofield, Marylin Mazur und vielen anderen mehr haben ihn zu einer musikalischen Persönlichkeit mit großer Kompetenz und Ausstrahlung reifen lassen, was sich in den Reaktionen von Medien und Publikum während seiner nun mehr 50 Jahre andauernden Karriere widerspiegelt.

Beckerhoff QuartettRichard Brenner, Jahrgang 1987, hatte bereits in der Kindheit ein wenig Klavierunterricht, wandte sich aber erst relativ spät – im Alter von 17 Jahren – erneut dem Klavierspiel zu. Diesmal, inspiriert durch Aufnahmen von Bill Evans und Keith Jarrett, widmete er sich autodidaktisch dem Erlernen des Jazzidioms. Nach nur zwei Jahren wurde er in die Folkwang Universität der Künste aufgenommen und erhielt dort die Möglichkeit, bei Peter Walter Jazzklavier zu studieren. In den folgenden Jahren konnte er viel Erfahrungen in Ensembles unterschiedlichster Stilistiken sammeln, was schließlich 2012 in die Gründung eigenen Trios, dem INVENTRIO, mündete. Seit Ende 2012 setzt er sein Studium als Privatschüler des israelischen Jazzmentors Opher Brayer fort. 2013 erhielt Brenner den 2. Preis im Rahmen des Steinway-Förderpreises (Jazz).

Moritz Götzen wurde 1988 in Essen geboren, lernte erst E- und später auch Kontrabass. 2009 begann er, nach einem einjährigen Vorstudium an der ArtEZ Hoogeschool voor de Kunsten Enschede, bei Rund Ouwehand und Wilton Jongmans Kontrabass zu studieren. 2011 wechselte er an die Folkwang Universität der Künste, wo er seit dem von Robert Landfermann Unterricht erhält. Er absolvierte zahlreiche Auftritte in Deutschland, Frankreich, Polen und den Niederlanden und nahm an Workshops und Masterclasses u.a. von Martin Wind, Karel Boehlee, Ben Street und Drew Gress teil.

Niklas Walter, 1990 in Hamm (Westf.) geboren, fing mit dem achten Lebensjahr mit dem Schlagzeugspiel an und beteiligte sich schon wenige Jahre später erfolgreich an den Jazz-Bands seiner Schule sowie vielen musikalischen Projekten, wodurch er sich schnell einen Namen in der Szene machte. Im Jahr 2008 gewann er mit seiner Band beim landesweiten „Jugend Jazzt“ den 1. Preis und den DEW-Förderpreis. Kurz darauf wurde er Mitglied im „Landesjugend Jazz Orchester NRW“ und im „East West European Jazz Orchester“. Er begleitet regelmäßig verschiedene Projekte und spielte bereits Konzerte u.a. in Russland, England, den Arabischen Emiraten, Serbien, Tschechien, Litauen, der Türkei und dem Senegal. Niklas spielte schon mit Paul Heller, dem BuJazzO (Bundesjazzorchester), Ack van Rooyen, Peter Weniger, Gerard Presencer, Milan Svoboda, Dave Liebman, Dennis Rowland und vielen anderen. Seit 2010 studiert er an der Folkwang Universität der Künste Jazz-Schlagzeug.

Weitere Informationen: www.ulrich-beckerhoff-jazz.de, www.inventrio-music.de

Eintritt: 15.00/erm. 10.00 – Bitte reservieren Sie Ihre Karten online oder telefonisch: 0179-7663588

Veranstalter: Jazzclub Alluvium e.V.

So. 21. Januar 201811:00

LiteraTour Nord
Lukas Bärfuss: „Hagard“

Lukas BärfussMit jedem seiner Romane wagt Lukas Bärfuss sich auf neues Terrain. In „Hagard“ setzt er sich auf die Spur eines Verfolgers: Der Geschäftsmann Philip folgt aus einer Laune heraus einer Frau. Er kennt sie nicht und sieht sie nur von hinten. Es beginnt als Spiel. In einer knappen Stunde hat er ohnehin einen wichtigen Termin. Aber schon fragt er sich, ob der nicht zu verschieben wäre. Was ihn bewegt, ist zunächst unklar. Ist der Verfolger ein Verrückter? Ein Verbrecher? Ist er einfach nur gelangweilt? Gewiss wird mehr und mehr: Etwas Bedrohliches liegt in der Luft. Philip verliert bei der Verfolgung erst sein Smartphone, dann sein Auto, seine Papiere. Mehr und mehr scheint er sich selbst abhanden zu kommen. Der Text entwickelt einen atemlosen Sog, in den auch der Leser gerät, je länger die Verfolgung anhält. Allen Sinneswahrnehmungen haftet etwas beunruhigend Surreales an.

Lukas Bärfuss, 1971 in Thun (Schweiz) geboren, ist Dramatiker, Romancier und Essayist. Seine Stücke werden weltweit gespielt, seine Romane sind in etwa zwanzig Sprachen übersetzt. Lukas Bärfuss ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und lebt in Zürich.

Moderation: Sabine Doering

Eintritt: € 9.00/erm. € 7.00 – VVK: CvO-Unibuch, Uhlhornsweg, und unter Telefon 0441-7 16 77

Veranstalter: Literaturbüro Oldenburg, Carl von Ossietzky-Universität und CvO-Unibuch

Photo: Frederic Meyer