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So. 3. Februar 201320:00

Fabrizio Consoli & Band (Straßenchanson)

Bitte beachten Sie: Dieses Konzert wurde ins Theater Laboratorium verlegt!

Fabrizio Consoli BandZum Einstieg gleich mal dieses Video anschauen: http://www.youtube.com/watch?v=_1B5ELVKQRI

Auf Augenhöhe mit dem wunderbaren italienischen Cantautore Pippo Pollina. Er strahlt wie die Capri-Sonne und knattert lebensfroh auf dem Vespa-Roller über den Mailänder Marktplatz. Fabrizo Consoli, Reibeisenstimme, Gitarre, viel Herz, viel Tempo, viel Sentimentales. Gemeinsam mit Gigi Rivetti (Piano, Akkordeon), Diego Ruvidotti (Trompete, Flügelhorn), Silvio Centamore (Percussion) entsteht ein farbenreicher Italiana Mix aus Chanson, Pop, Tango, Latino und Jazz. Die volle musikalische Bandbreite – nach Pippo Pollina und „Vucciria“, die im Theater Laboratorium zwei Mal in Folge begeisterten, die neue musikalische Entdeckung aus Italien. Fabrizio Consoli ist gute Laune im Quadrat. Wenn der Mailänder zu einer Rumba temperamentvoll und sehnsüchtig die Liebe besingt, seine Songs in sympathischem Kauderwelsch aus Englisch, Deutsch und Italienisch moderiert, dann wird der Italienischkurs überflüssig und das Leben ist einfach nur schöööön.

Rezension zum Live-Konzert im Textilmuseum Helmbrechts am 3.11.2012 / Quelle: Frankenpost 4.11.2012 / Autor: Christine Wild

Der Mut ist ein Muskel
Bei den Kulturwelten geht es um das Leben und die Liebe: Sänger Fabrizio Consoli verpackt das ewige Thema in wohlklingende Alltagslyrik auf Italienisch.

Temperament schreibt man den Italienern zu. Aber nicht nur: Eigentlich ist es die Mischung aus Temperament und Gefühl, die als typisch italienisch gilt und den Reiz des Landes und seiner Bewohner ausmacht. Doch wie viel Wahrheit steckt in dem Klischee? Die Frage lässt sich so allgemein nicht beantworten; doch im speziellen Fall von Latin-Singer-Songwriter Fabrizio Consoli und seiner Band, die am Mittwochabend bei den Helmbrechtser Kulturwelten ihre große Deutschlandtournee eröffneten, trifft die Klischeekombination zu hundert Prozent zu. Kaum auf der Bühne des Textilmuseums, schnappt sich Consoli seine mit geschriebenem Wort verzierte Gitarre und reißt bei einem rassigen Tango derart an den Saiten, dass es nur so scheppert. Zackig hält zunächst nur Gigi Rivetti am Flügel dagegen, bis Consoli plötzlich mit italienischem Feuer auf dem hohlen Bühnenboden aufstampft und so Schlagzeuger Silvio Centamore und Diego Ruvidotti zum Mitspielen animiert. Nur Momente später hält der Sänger mit den dunklen Locken inne und haucht mit rauchiger, gewollt belegter Stimme ins Mikro: „Sono a casa mia.“ – „Ich bin zu Hause.“ Tatsächlich scheint er sich sofort wohlzufühlen in „Helllmmbrrecktz“: So kommt’s ihm immer wieder mühsam über die Lippen. Lachend, mit großen Augen kommuniziert er mit seinem hingerissenen Publikum in einem sympathischen Kauderwelsch aus Englisch, Deutsch, Italienisch, mit Händen und Füßen und trotzdem versteht man irgendwie alles. Versteht, auch wenn man die Sprache nicht versteht, dass es hier immer wieder um das Leben und die Liebe geht, verpackt in wohlklingende Alltagslyrik, wie sie nur auf Italienisch so schön sein kann. Ob ins Gewand einer Rumba, eines Flamenco oder einer Samba verpackt oder kombiniert mit Jazz- und Folkklängen, Fabrizio Consoli kleidet bei seinem aktuellen Programm „Musica per ballare“ („Musik zum Tanzen“) jede Lebens- und Liebesweisheit absolut treffend ein.

„Der Mut ist ein Muskel, der trainiert werden muss in einem Fitnessraum der Entscheidungen, der schnell vorübergehenden Gelegenheiten, die dir nie wieder begegnen“, heißt es da beispielsweise, italienisches Pathos garantiert. Immer wieder mischen sich die weichen, jazzig angehauchten, teils sehr virtuosen Trompetenklänge Diego Ruvidottis mit Fabrizio Consolis domestizierter Reibeisenstimme, während Gigi Rivetti, am Klavier begleitend, mit Harmoniefluten und so durchdachten wie anrührenden Improvisationen beeindruckt. Schlagzeuger Silvio Centamore gelingt es gar, zwischen Bongo-Wirbeln und Cajon-Grooves mit „Applaus“Schildern für Unterhaltung zu sorgen. Und so spielen sich die vier Musiker in Ekstase, vor allem nach der Pause. Immer wieder tauschen sie während der Songs verschmitzte Blicke aus, improvisieren … und Consoli unterbricht für sentimental scherzhafte Gedanken wie: „Nacht in Helmbrechts, man fühlt die Stadt, hört den Lärm der Straßenbahn naja, sehr fern.“ Nach zweieinhalb Stunden liebt das Publikum die vier sympathischen Italiener sicherlich nicht zuletzt dafür, dass sie so typisch italienisch sind.

Weitere Infos: www.fabrizioconsoli.it http://www.musiccontact.com/display_artist.php?artist=con

Eintritt: € 22.00/erm. € 15.00. Bitte reservieren Sie Ihre Karten online oder telefonisch: 0441/691634 bzw. per Mail info@singersplayersclub.de. Direkter Verkauf der S&P Konzertkarten auch jeden Donnerstag 15 bis 18 Uhr im Theater Laboratorium, Kleine Str. 8.

Veranstalter: Singers & Players Konzerte