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Mi. 4. Mai 201621:00

Verve: oh ton-ensemble spielt neue Musik

Giesen | Czernowin | Webern

Malte Giesen | Chaya Czernowin | Anton Webern

Leichtigkeit, Begeisterung und Schwung (Verve) sind Begriffe, die bei der Entwicklung des Konzert-Programms vorherrschten. So steht im Zentrum des Konzertes die öffentliche Uraufführung von „Die Paradoxie der Sichtbarkeit II“ des 28-jährigen Malte Giesen. Der junge Komponist konnte gerade in jüngster Vergangenheit durch verschiedene Preise und Aufführungen bei bedeutenden Festivals auf sich aufmerksam machen. Bei seinem Stück handelte es sich um eine Auftragsarbeit der Stadt Oldenburg zur Verleihung des Carl-von-Ossietzky-Preises 2016 an Ahmad Mansour.

Anlässlich der Verleihung dieses Preises für Zeitgeschichte und Politik gibt die Stadt Oldenburg regelmäßig eine Komposition in Auftrag. Aus den Vorjahren werden Werke von zwei Komponisten aufgeführt, die ebenfalls eng mit dem Carl-von-Ossietzky-Preis verbunden sind. Maximilian Marcoll und Eckart Beinke waren bereits Empfänger des Kompositionsauftrages.

Das Schlagzeug-Duo „Die Würde des Menschen ist antastbar“ von E. Beinke entstand zur Preisverleihung 1998; M. Marcoll erhielt in 2008 den Auftrag und ist jetzt mit einem neuen Schlagzeug-Duo zu hören.

Seine deutsche Erstaufführung erfährt eine Komposition für Violine, Klavier, Bassklarinette, Gitarre und Computer des chilenischen Komponisten Alejandro Guarello, der im letzten Herbst zu Gast in Oldenburg war.

Mit Anton Weberns selten aufgeführtem Quartett op.22 (Violine, Klarinette, Tenorsaxophon und Klavier) steht ein Klassiker der Moderne auf dem Programm, kontrastiert von „Sahaf“ (für Saxophon, E-Gitarre, Klavier, Schlagzeug) der israelischen Komponistin Chaya Czernowin, die seit Jahren an der Harvard University in Boston, USA, unterrichtet. Die verschiedenen Instrumente von Konzertgitarre über Bläsern und Keyboard bis zum Computer versprechen einen leidenschaftlichen Abend mit sieben Instrumentalisten des oh ton-ensemble.

Eintritt: Abendkasse 12.00/erm. 7.00.

Gastveranstalter: oh ton e.V. in Kooperation mit Musik und Literatur für Oldenburg e.V.