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Do. 25. August 201120:00

Gehörgänge: Paul Hubweber & HCL-Ensemble

Paul HubweberIm ersten Teil des Konzerts wird Paul Hubweber Posaune solo spielen.

Nach ersten Kontakten mit der Zither begann Paul Hubweber als 12-jähriger Schlagzeuger öffentlich zu musizieren; zeitweise auch als Gitarrist/Bassist, Anfang der 1970er Jahre gab es erste Versuche an der Posaune. Den ersten (Posaunen-) Konzerten 1973 – 75 in Deutschland, Italien, Frankreich, Belgien, Holland, folgte, seit der Rückkehr nach Moers, die (Mit-) Organisation des Festivals und dem Globe Unity Orchestra Workshop 76. Mastering der Braxton Solo LP live at Moers sowie die Moers live LP des Christmann-Schönenberg Duo’s bei Ring Records.

Erste Solo LP und einige Collagen sind bei dem damalige Undergroundlabel msc zwischen 76 – 82 produziert worden, zudem begann die Zusammenarbeit mit Claus van Bebber, Martin Theuerer, Erhard Hirt, Ulrich Phillipp u.a. verschiedener Bands. (Mit-) Organisation der Festivals ARTE/Kleve, Witten Osterfestival in diesem Zeitraum. „der Gute ton“ in Moers und Wuppertal 84 – 87 sind in Zusammenarbeit mit Peter Dietz bzw. mit der JazzAge Wuppertal entstanden.

Durch die Kontakte zur Wiesbadener Szene ergaben sich etliche Sessions, Konzerte und mehrmalige Beteiligungen am dortigen HumaNoise Congress; seit 1984 Konzerte mit Alfred Zimmerlin, John Butcher, Erhard Hirt, Dorothea Schürch und vielen anderen internationalen Musikern.

In den späten 80ern gründete er u.a. mit dem guten alten Freund Georg Wissel eine neue Musiker Cooperative in Köln, mit dem es auch die Bands KOLLEGU PISCHU und Bull’s Eye Ensemble gab; Vertonung des Stummfilm „Die Abenteuer des Mr.West im the Land der Bolschewijki”, Lew Kuleschow, UdSSR 1924, (mit Hans J. Kanty +05).

Die 90er starteten mit einer neuen Version des 1977 gegründeten van Bebber-Hubweber Duo (damals Posaune-Perkussion) unter dem Titel Vinyl & Blech. Die Klänge der elektronisierten Posaune (tube screamer, harmonizer, echolette, octaver) und die Schallplattensounds vermischen sich und werden, beliebt bei Technofreaks, gern in die Schublade “industrial” abgelegt.

Ca. ’94 traf er die Tänzerin/Choreografin Britta Lieberknecht. Es begann eine bis heute bestehende Zusammenarbeit in vier unterschiedlichen Projekten. Der Schwerpunkt dieser Choreografien ist die Beziehung zwischen Bewegung, Klang und Licht.

Der zweite wesentliche Kontakt zu Peter Kowald (der erste in den frühen Moerstagen) war gleichzeitig die Einleitung zu PAPAJO, “eine der besseren Gruppen, die derzeit am “Markt” sind“ (Alois Fischer). „Peter und Paul“ spielten diverse Sessions während des 99er HumaNoise Congress, in der Folgezeit “Surprise Unit” mit Fine Kwiatkowski und Michael Vorfeld (Licht). 2000 gab es eine Trio Tournee mit Klaus Wallmeier, der sich das Trio Hubweber – Kowald – Lovens direkt anschloss. Nach einigen Konzerten wurde eine weitere Zusammenarbeit vereinbart, die Kowald jedoch wegen zunehmender gesundheitlicher Probleme absagen musste. Die 10 bereits organisierten Konzerte wurden dann mit John Edwards gespielt, was sich als elegante Lösung erwies: “Balance in Vollendung (…) fast schon genial (…) Zusammenspiel, das schon an Vollendung grenzt (…) eine Geschlossenheit, aus gemeinsamem Timing und Präsenz, bei der Musik von großer Intensität entstehen kann…” wie die Neue Westfälische schreibt. PAPAJO (PAul + PAul + JOhn) veröffentlichte die erste CD 2002 bei Emanem. Die “sehr sehr gute CD” (Martin Davidson / Emanem) TROMBONEOS “öffnet eine komplett andere, sonst nirgendwo zu hörende Seite zeitgenössischer Posaunensolo Musik “.  Steven Loewy.

Die CD „Nobody’s Matter But Our Own“ mit dem Pianisten Philip Zoubek wird von Jean Michel van Schouwburg (ImproJazz) als die Beste in der Kategorie “Duo Improvisation” bezeichnet.

Vertieft hat sich der Kontakt mit Georg Wolf. In diesem Duo vermischen sich die Klänge von Posaune und Kontrabass insbesondere in den “Leisstärken”. “Ich musste oft hinschauen, um mitzubekommen was von welchem Instrument kommt bei dieser wunderbaren Musik” (eine Zuhörerin beim Kasseler Documenta Konzert 2007).

In dem sich derzeitig entwickelnden Projekt “Slowbird Tumblin’ mit dem Pianisten Stevco Busch handelt es sich um die Bearbeitung der Musik Charlie Parkers in “slow motion”.

Weitere Infos und Musikbeispiele: http://www.hubweber.eu/frameset/05prefra.html

Im zweiten Teil des Konzerts wird Paul Hubweber von den Musikern des HCL-Ensembles (Sebastian Venus – Piano, Hans Kämper – Posaune, Reinhart Hammerschmidt – Bass, Hannes Clauss – Schlagzeug) in freier, assoziativer Improvisation begleitet.

Eintritt: € 10.00/erm. € 8.00. Bitte reservieren Sie Ihre Karten per E-Mail: peter.loeffler@wilhelm13.de oder telefonisch: 04481-920227 (AB).

Veranstalter: Jazzmusiker-Intitiative Oldenburg e.V.