Unser Programm

Mi. 4. April 201819:30

Schicksalswege
Peter Stamm: „Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt“
***Keine Kartenreservierung mehr möglich!

Christoph verabredet sich in Stockholm mit der wesentlich jüngeren Lena. Sie trifft ihn, obwohl sie ihn nicht kennt. Sie reden, gehen spazieren und er sagt, er sei Schriftsteller gewesen, er habe ein Buch geschrieben, nur eins. Auch Lenas Freund ist Schriftsteller und schreibt gerade an seinem ersten Roman. Christoph behauptet, das zu wissen. Deshalb müsse er ihr seine Geschichte erzählen, denn vor zwanzig Jahren hat er eine Frau geliebt, die ihr ähnlich, ja, die ihr gleich war. Er kennt das Leben, das Lena führt, und weiß, was ihr bevorsteht. Peter Stamm, der große Erzähler existentieller Erfahrungen, schreibt in seinem neuen Roman über die unerklärliche Nähe, die einen von dem trennt, der man früher einmal war. Er liest aus dem Buch und spricht mit Gabriella Paterson darüber, ob wir unserem Schicksal entgehen können.

Peter Stamm, geboren 1963, lebt in der Schweiz. Seit 1990 arbeitet er als freier Autor. Er schrieb mehr als ein Dutzend Hörspiele. Seit seinem Romandebüt Agnes (1998) erschienen fünf weitere Romane, fünf Erzählungssammlungen und ein Band mit Theaterstücken, zuletzt die Romane Nacht ist der Tag und Weit über das Land sowie unter dem Titel Die Vertreibung aus dem Paradies seine Bamberger Poetikvorlesungen. Zuletzt wurde er mit dem Friedrich-Hölderlin-Preis (2014), dem Cotta Literaturpreis (2017) und dem ZKB-Schillerpreis (2017) ausgezeichnet.

Eintritt: 9.00/erm. 7.00 – Bitte beachten Sie: Kartenvorbestellungen sind für diese Veranstaltung nicht mehr möglich. Es gibt jedoch noch Karten im freien Verkauf an der Abendkasse.

Veranstalter: Literaturbüro Oldenburg

Do. 5. April 201820:00

Zwei mal Zwei – André Saad & GerhardBöhm | Hanna Jursch & Martin Flindt

André Saad | Gerhard BöhmDas Instrument des Jahres 2018 ist das Cello. Dieser Tatsache wird auch das Wilhelm13 in diesem Konzert Rechnung tragen. Doch nicht nur aus diesem Grund ist André Saad, der Solocellist des Oldenburgischen Staatsorchesters, bei diesem Konzert erstmals auf der Bühne unseres Hauses zu Gast. Im Duo mit Gerhard Böhm, der wiederum öfters im Wilhelm13 als Musiker zu erleben ist, widmet er sich nicht nur Bearbeitungen klassischer Cello-Literatur, sondern unternimmt auch Ausflüge in die Gefilde des Jazz, Blues und der Weltmusik. Eine spannende Begegnung zweier Musiker mit unterschiedlichen musikalischen Wurzeln auf Cello und Percussions etc.

Hanna Jursch | Martin FlindtHanna Jursch und Martin Flindt lernten sich im Quintett des Saxophonisten Dirk Piezunka kennen. Ihre besondere Liebe zum Duo konnten die beiden später beim Wettbewerb „Voice and Guitar 2010“ unter Beweis stellen, aus dem sie als Preisträger hervorgingen.

Hanna Jursch überzeugt als virtuose und vielseitige Sängerin mal mit atemberaubenden Scatsoli, mal mit der Power und Leidenschaft, in der sie Popballaden zu interpretieren versteht. Erstaunlich ist auch ihre enorme Wandlungsfähigkeit, mit der sie nuancenreich komplexe moderne Kompositionen zu Gehör bringt.

Mit Martin Flindt ist sie auf einen Gitarristen gestoßen, der diese Vielfalt ebenso schätzt und der ihr eine virtuose und dennoch einfühlsame Ergänzung bietet. Beide genießen die Freiheit, die ein Duo für die gemeinsame Kommunikation ermöglicht.

Wie immer bei „Zwei mal Zwei“ werden sich alle vier Musiker neben ihren Duos im Lauf des Abends auch in unterschiedlichen Konstellationen bis zum Quartett hin begegnen.

André Saad – Violoncello
Gerhard Böhm – Percussion, Saz, Bass

Hanna Jursch – Vocals
Martin Flindt – Gitarre

Eintritt: € 15.00/erm. € 10.00. Bitte reservieren Sie Ihre Karten online oder telefonisch: 04481-920227 (AB).

Veranstalter: Jazzmusiker-Initiative Oldenburg e.V.

Fr. 6. April 201820:00

Braskiri

BraskiriBert Lochs’ (trp) abenteuerliches, lyrisches Spiel und Dirk Balthaus’ (p) feinsinnigen, facettenreichen Klangfarben ergänzen sich wunderbar und erzeugen eine faszinierende Klangwelt. Das Tandem schmiedet schon seit den 90er-Jahren gemeinsame Pläne und arbeitet an einem stetig wachsenden Œuvre – ihr jüngstes gemeinsames Projekt, Braskiri, existiert seit 2014. Der illustre Schlagzeuger Wim Kegel wurde für die Band gewonnen, dazu aus Norwegen der junge Tuba-Virtuose Steffen Granly.

Mit ihrem ersten Album „Killing the Mozzarella“ (Berthold Records, Bremen) bewiesen sie, dass Lyrik, Groove und freie Improvisation einander nicht ausschließen, sondern ein ganz neues und frisches Konzept formen können.

An diesem Abend steht die Band mit einem funkelnagelneuen Repertoire auf der Bühne, aber der eine oder andere Hit von „Killing the Mozzarella“ wird sicher auch vorbeikommen.

Besetzung:
Bert Lochs – Trompete/Flügelhorn
Dirk Balthaus – Klavier
Steffen Granly – Tuba
Wim Kegel – Schlagzeug

Braskiri auf YouTube:

Eine Vorschau für die neue CD auf Soundcloud: https://soundcloud.com/braskiri/sets

Weitere Infos: http://braskiri.nl

Eintritt: 15.00/erm. 10.00 – Bitte reservieren Sie Ihre Karten online oder telefonisch: 0179-7663588

Veranstalter: Jazzclub Alluvium e.V.

Sa. 7. April 201820:00

Oilensanc

OilensancDie Gruppe Oilensanc hat sich mittlerweile zu einer festen Größe in der Szene der Mittelaltermusik etabliert und zeichnet sich durch ihr vielfältiges und abwechslungsreiches Programm aus. Das sechsköpfige Ensemble gastiert gleichermaßen auf Mittelaltermärkten, Hochzeiten, in Kirchen, Schulen und Konzerthäusern. Mittelalterliche Musik aus acht Jahrhunderten, Folk und Eigenkompositionen werden hierbei in zeitgemäßer Form interpretiert und erschließen sich so nicht nur den Freunden alter Musik, sondern auch einem größeren Publikum.

Eine große Auswahl ihres etwa siebzig Musiktitel umfassenden Repertoires ist auf mittlerweile vier CDs dokumentiert. Die Bandmitglieder sind neben Oilensanc auch in weiteren diversen Folk-, Rock-, Jazz- und A cappella-Formationen aktiv.

Oilensanc ist jetzt zum dritten Mal im Wilhelm13 zu Gast und hat bereits bei den bisherigen Konzerten das Publikum sowohl mit gefühlvollen Balladen wie auch temperamentvoll mitreißenden Trink- und Tanzliedern mit mehrstimmigem Gesang in acht verschiedenen Sprachen und mehr als 20 zum Teil historischen Instrumenten begeistert. Ein farbenreiches Konzerterlebnis der besonderen Art!

Jörg „Schorsch“ Schlichting – Gesang
Anne Hoeltzenbein – Gesang, Geige
Johanna Engel – Gesang, Harfe
Edith Exo – Dudelsäcke, Flöten, Schalmeien, Nyckelharpa
Ragnar Kaesche – Girarren, Irish Bouzouki
Gerhard Böhm – Schlaginstrumente

Eintritt: € 15.00/erm. € 10.00. Bitte reservieren Sie Ihre Karten online oder telefonisch: 04481-920227 (AB).

Veranstalter: Jazzmusiker-Initiative Oldenburg e.V.

Di. 10. April 201819:30

Jugendorchester/-chor aus Oldenburgs israelischem Partnerlandkreis Mateh Asher

Eine knapp 30-köpfige Gruppe 12- bis 17-jähriger Musikschülerinnen und -schüler aus Oldenburgs Partnerkommune im Norden Israels gastiert in der Stadt. Aufgeteilt in Jazzensemble, Vokalensemble und Big Band präsentieren die Jugendlichen ein abwechslungsreiches Programm instrumentaler und vokaler Stücke. Im Fokus stehen vor allem französische und israelische sowie klassische und unterhaltende Elemente.

Die Nachwuchsmusiker besuchen das Musikkonservatorium in Mateh Asher. Diese professionelle Musikschule hat sich auf Instrumental- und Vokalausbildung spezialisiert und bildet junge Menschen insbesondere in den Bereichen Kammermusik, Chor und Orchester aus.

Oldenburg ist die erste Station der Jugendgruppe, die anschließend für ein weiteres Konzert in die Niederlande reist. Der Besuch findet zum Zeitpunkt des Holocaust-Gedenktages am 12. April statt und ist daher von besonderer Bedeutung. Bei dem Aufenthalt geht es neben dem Konzert vor allem um die Begegnung und den Austausch mit Gleichaltrigen.

Der Eintritt ist frei.

Veranstalter: Musikschule der Stadt Oldenburg

Mi. 11. April 201819:30

Am Rand
Isabel Fargo Cole: „Die grüne Grenze“

Ein junges Paar zieht 1973 von Berlin in das Örtchen Sorge im Harz, ins Sperrgebiet der DDR. Ein Kind ist unterwegs. Editha ist Bildhauerin, Thomas will einen Roman über die Grenze schreiben. Hat nicht schon Honecker verkündet, in der Literatur gebe es keine Tabus mehr? Ein historischer Roman bietet sich an, denn der Harz ist schon immer Grenze gewesen, verstrickt zwischen religiösen und politischen Machtsphären, Germanen und Slawen, Mensch und Natur. Thomas kämpft noch mit dem Material, doch schon 1976 ist das politische Tauwetter vorbei und die gemeinsame Tochter Eli lernt sprechen in einer Welt, in der das Sagen und das Nicht-Sagen-Dürfen, das Wissen und das Wahrnehmen eine hohe Kunst sind. Als Thomas und Editha kurz vor der Wende von einer verdrängten Vergangenheit heimgesucht werden, flüchtet Eli in den Wald und überwindet dabei mehr als eine Grenze. Isabel Fargo Cole liest aus ihrem Roman und spricht mit dem Oldenburger Schriftsteller und Übersetzer Jochen Schimmang über Ränder und Grenzüberschreitungen.

Isabel Fargo Cole, geboren 1973 in Galena, Illinois, USA, wuchs in New York City auf. Sie studierte Literatur, Geschichte und Philosophie an der University of Chicago sowie Russisch und Neuere Deutsche Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin, wo sie seit 1995 als freie Schriftstellerin und Übersetzerin lebt.

Eintritt: 9.00/erm. 7.00 – Bitte reservieren Sie Ihre Karten online oder telefonisch: 0441-235 3014

Veranstalter: Literaturbüro Oldenburg

Do. 12. April 201820:00

Caroll Vanwelden – Portraits of Brazil

Caroll VanweldenCaroll Vanwelden wurde 2012/2014 für ihre beiden CDs (Shakespeare und Jazz) enthusiastisch als Neuentdeckung gefeiert: Geradezu schlagartig katapultierte sich die Absolventin der renommierten Londoner Guildhall School of Music & Drama ins Rampenlicht. „Als Sängerin, als Pianistin und besonders als Komponistin weist sie eigene und auch neue Wege auf“, begeistert sich Mauretta Heinzelmann (NDR). Im Norddeutschen Rundfunk wurden die beiden 2012 und 2014 veröffentlichten CDs jeweils zum „Album der Woche“ gekürt. Nicht minder begeistert zeigte sich Thomas Hinze in „Stereo“, der ihr das Prädikat „CD und audiophiles Highlight des Monats“ verlieh. Nach mittlerweie fünf unter ihrem Namen veröffentlichten Alben widmet sich die belgische Musikerin auf ihrem aktuellen Album „Portraits of Brazil“ (Enja Records) nun ihrer großen Leidenschaft und interpretiert brasilianische Songs auf ihre eigene Art und Weise.

Caroll Vanwelden hat bereits auf französisch, niederländisch, englisch, deutsch und spanisch gesungen. Für dieses Projekt hat sie auch noch portugiesisch gelernt, damit sie ihre Lieblingsstücke im Original aufnehmen konnte. Seit ihrer Jugend ist Caroll begeisterter Fan von Ivan Lins und João Gilberto, zu ihren absoluten Lieblingsplatten gehört „Elis & Tom“ (Elis Regina und Tom Jobim). Die Art und Weise, wie brasilianische Künstler harmonisch und rhythmisch schwierige Stücke spielen und dabei stets eine unangestrengte Leichtigkeit ausstrahlen, hat sie fasziniert und inspiriert. „Brasilianische Musik hat für mich etwas sehr Süßes, Intimes und Vertrautes, ist dabei aber auch immer sehr intensiv und sehr traurig: Genau so wollte ich mein Album machen.“

Ganz bewusst hat sie sich deshalb für eine reduzierte Besetzung entschieden: Gitarre, Kontrabass und Drums. Carolls musikalisches Lebensmotto „less is more“ prägt den akustischen Sound des Albums. Dass sich die Musiker einander seit langem sehr gut kennen und miteinander gut befreundet sind, spiegelt sich in der intimen und stimmungsvollen Atmosphäre wieder.

Die subtile und sehr musikalische Begleitung von Hans Van Oost (Gitarre) unterstützt gekonnt ihren ausdrucksvollen Gesang, während Mario Vermandel seinen Kontrabass lässig-groovend zupft. Für die Akzentuierung der brasilianischen Rhythmen ist Luc Vanden Bosch zuständig, der neben Schlagzeug auch unterschiedliche Percussion nutzt und dadurch ebenfalls zum Klangreichtum der Band beiträgt.

Mit „Portraits of Brazil“ stellt Caroll Vanwelden ihren offenbar unerschöpflichen Einfallsreichtum gefühlvoll und lebendig unter Beweis.

Besetzung:
Carol Vanwelden – Vocals
Hans Van Oost – Gitarre
Mario Vermandel – Bass
Luc Vanden Bosch – Schlagzeug, Percussion

Eindrücke von „Portraits of Brazil“ auf YouTube:

Weitere Infos: http://www.carollvanwelden.com

Eintritt: 15.00/erm. 10.00 – Bitte reservieren Sie Ihre Karten online oder telefonisch: 0179-7663588

Veranstalter: Jazzclub Alluvium e.V.