Unser Programm

Fr. 10. August 201820:00

Elis & Catherine

Elis & CatherineGebürtig europäisch, im Herzen aber brasilianisch, frönen Elis Roseira an Stimme und Gitarre und Catherine Bent am Cello ihrer Leidenschaft für die verschiedensten Stilistiken dieses südamerikanischen Landes. Der einzigartige Klang des Duos entwickelte sich, als die beiden ihre gemeinsame Liebe für den brasilianischen Choro und die Música Popular Brasileira entdeckten und begannen, diese auf ihren für diese Stilistik ungewöhnlichen Instrumenten umzusetzen. So beschränkt sich das Cello keineswegs nur auf lyrisch untermalende Linien, sondern ergreift auch den groovenden Begleitpart, die einfühlsame Melodie oder virtuose Soli. Elis Roseira versteht sich darauf, ihre Stimme sowohl zur Interpretation der stimmungsvollen Liedtexte einzusetzen, als auch als drittes Instrument, das kontrapunktisch mit Gitarre und Cello interagiert.

Elis & Catherines Freude am Dialog zwischen dem Traditionellen und dem Modernen zeigt sich in ihren Kompositionen, der Auswahl ihres Repertoires, und ihren unkonventionellen Arrangements. Das Repertoire des Duos umfasst sowohl eigene Kompositionen, als auch Musik der großen Komponisten Brasiliens wie Antônio Carlos Jobim, Ernesto Nazareth und Chico Buarque, denen Elis & Catherine liebevoll Tribut zollen. Sie würzen mit nord- und südamerikanischer volkstümlicher Musik, europäischen Tänzen und afrikanischen Rhythmen und präsentieren das Ganze elegant auf Stimme, gestrichenen und gezupften Saiten.

Elis & Catherine besuchten das Wilhelm13 zuletzt im Juni 2017 und hinterließen ein begeistertes Oldenburger Publikum.

Weitere Informationen und Höreindrücke: http://elisandcatherine.com/de/homehttps://www.facebook.com/elisandcatherine

Eintritt: 15.00/erm. 10.00 – Bitte reservieren Sie Ihre Karten online oder telefonisch: 0179-7663588

Veranstalter: Jazzclub Alluvium e.V.

Photo: Sinaí Solis/Matthew Greene

Fr. 17. August 201819:30

Fremde Federn Reloaded
Themen-Poetry Slam

Fremde FedernDie Bühnen-Poeten Sebastian Hahn, Adriane Meinhardt, Tanja Schwarz, Gerrit Wilanek und Lisa Schøyen schmücken sich im doppelten Wortsinn mit fremden Federn: Im ersten Teil der Veranstaltung stellen sie sich dem Publikum jeweils mit einem eigenen Text vor. Nach einer Pause performen sie im zweiten Teil des Abends so überzeugend wie möglich den Text eines anderen Ensemblemitgliedes. Für diese Fremdperformance haben sie neue Texte zu dem Motto ‘Vorglühen’ geschrieben. Zur Kennzeichnung des Plagiats tragen sie beim Vortrag der Texte ihrer Kollegen einen Indianer-Kopfschmuck oder setzen sich Engelsflügel auf den Rücken: ‚Fremde Federn‘ stellt spielerisch den Umgang mit dem Urheberrecht in den Mittelpunkt. Mit der Unterstützung des Publikums klären wir schließlich die wahre Urheberschaft auf, denn das Copyright wird selbstverständlich respektiert. Auf der Grundlage der Darbietungen der ersten Runde versucht sich eine aus Besuchern bestehende Jury an der Zuordnung von Text und Autor. Jeder Juror erhält als Dank für seinen Einsatz eine Freikarte für den nächsten Veranstaltungstermin von ‚Fremde Federn‘. Mario Filsinger moderiert die von der Stiftung Niedersachsen geförderte Veranstaltungsreihe.

Eintritt: 9.00/erm. 7.00. Aufgrund der zu erwartenden Nachfrage empfehlen wir dringend, Karten vorzubestellen. Die Reservierung ist online unter www.wilhelm13.de und telefonisch unter der Nummer 0441-235 3014 beim Literaturbüro möglich.

Photo: Literaturbüro Oldenburg

Mi. 22. August 201819:30

Flucht in die Zukunft
Georg Klein: „Miakro“

Georg KleinMit Humor und Eigensinn zeigt Georg Klein in seiner Prosa, wo die gängigen Erzählverfahren Lücken besitzen, durch die das Licht des Phantastischen sickern kann. Genres, deren Regeln starr erscheinen, werden wieder weich und sind für intellektuelle und emotionale Überraschungen gut. Sein neuer Roman beginnt in einer scheinbar hermetisch geschlossenen Arbeitswelt. Der Trupp, der im „mittleren Büro“ seinen Dienst versieht, arbeitet, Pult neben Pult, am „weichen Glas“. Man trägt hellblaue Overalls und marschiert am Ende des Tages geschlossen zum aktuellen Nährflur, wo die „bleiche Wand“ eine Speise für alle bereitstellt. Danach schlüpft jeder in seine persönliche Ruhekoje. Dort aber wird Büroleiter Nettler seit einigen Nächten von einem rätselhaften „Binnenwind“ geweckt, der ihm alles, was er als Arbeitserfahrung zu erinnern glaubt, auf eine verwandelte Weise vor Augen führt. Er entscheidet sich mit drei Kollegen, denen er vertraut, den Ausbruch zu wagen. Draußen aber wird das, was das Büro wie eine große Kapsel in sich einschließt, bereits mit heller Wachsamkeit beobachtet. Georg Klein liest aus seinem Roman und spricht mit dem Oldenburger Literaturwissenschaftler Michael Vauth.

Georg Klein, 1953 in Augsburg geboren, veröffentlichte als literarisches Debüt 1998 den Roman Libidissi. Für seine Prosa wurden ihm der Brüder-Grimm-Preis und der Bachmann-Preis verliehen; für Roman unserer Kindheit erhielt er den Preis der Leipziger Buchmesse. 2013 erschien sein Roman Die Zukunft des Mars.

Eintritt: 9.00/erm. 7.00 – Bitte reservieren Sie Ihre Karten online oder telefonisch: 0441-235 3014

Veranstalter: Literaturbüro Oldenburg

Photo: picture-alliance / Frank May

Fr. 24. August 201820:00

Tin Tin Deo – summertime goes rhythm

Tin Tin DeoIm Rahmen ihres Konzertprogramms „summertime goes rhythm“ ist die Band Tin Tin Deo an diesem Abend wieder einmal im Wilhelm 13 zu Gast. Heißblütiger brasilianischer und afrokubanischer Latin-Jazz mit mitreißenden Rhythmen, lyrischen und gefühlsstarken Melodien angetrieben von einer kraftvollen Rhythmusgruppe und der Bläser-Section sind genau die richtige Musik um ein bisschen karibisches Feeling aufkommen zu lassen.
Die Band bringt ihre neue CD Different Colours mit.

Im Programm sind:
– kubanische und brasilianische Klassiker u.a. von der Sängerin Celia Cruz, von berühmten brasilianischen Musikern wie Antonio Carlos Jobim und Caetano Veloso, aber auch von Jazzgrößen wie Dizzy Gillespie.
– Kompositionen von Mercedes Soza, Pink, Sting, Paul McCartney, Chick Corea u.a.m., die mit raffinierten Arrangements in die rhythmische Vielfalt lateinamerikanischer Musik transformiert wurden.
– Eigene Kompositionen der Bandmitglieder.

Am Mikrofon ist die charmante Sängerin Katja Knaus. Sie hat in Groningen und Köln Musik studiert hat, war Preisträgerin bei Jugend jazzt und lebt zur Zeit in Spanien. Sie überzeugt in den Songs mit ihrer nuancenreichen und sicheren Stimme, ihrem gefühlvollem Ausdruck und ihrem großen Sprachtalent.

Der Trompeter und Flügelhornist Matthias Bergmann lebt zur in Köln und spielte viele Jahre in der Peter Herbolzheimer Big Band. Er ist ein national und international sehr gefragter Solist.

Auch die weiteren Musiker der Band haben eine vielfältige musikalische Laufbahn: Lukas Meile studierte in Köln Percussion und ist in vielen Projekten (u.a. Filipppa Gojo Quartett) aktiv.

Thomas Hempel (Drums) ist vielfacher Preisträger des Jazzpodiums Niedersachsen. Arne Bohnet (Klavier) und Michael Junker (Saxophon) sind in der nordwestdeutschen Musikszene wohlbekannt und Helmut Reuter (Bass) lernte in Havanna kubanische Musik und spielt in unterschiedlichen Formationen vom Gospel Symfonic Orchestra bis zum Jazztrio.

In den 4 Jahren ihres Bestehens mit über 40 Konzerten und 3 CD-Produktionen (La Vista, Feliz Navidad, Different Colours) hat sich Tin Tin Deo zu einer der besten Bands in diesem Genre in Norddeutschland entwickelt, die mit mitreißender Musik einen Hauch von Copacabana und karibischem Feeling vermittelt.

Tin Tin Deo auf YouTube:
500 miles high
Agua de beber
Summertime

Eintritt: 15.00/erm. 10.00. Bitte reservieren Sie Ihre Karten online oder telefonisch: 04481-920227 (AB).

Veranstalter: Jazzmusiker-Initiative Oldenburg

Mi. 29. August 201819:30

Kleinstadtblues
Christoph Jehlicka: „Das Lied vom Ende“

Christoph JehlickaSarah Connor kommt aus Delmenhorst. Das wissen wir in Norddeutschland. Ab sofort sollten wir uns merken: Christoph Jehlicka auch. Der ist Schriftsteller. Wie Sven Regener, der Delmenhorst mit Element of Crime ein musikalisches Denkmal setzte.

In Jehlickas Debütroman tötet um 2010 ein Mann in einer norddeutschen Kleinstadt sich und seine Familie. Eine ganze Gegend ist erschüttert und fragt sich, wie es dazu kommen konnte. Und im Reihenhaus von Familie Schult gerät das Leben aus den Fugen. Sehr unterschiedlich begegnen die vier Familienmitglieder, die Söhne Ben und Niko, Mutter Ursula und Vater Frank, den Schicksalsschlägen und hausgemachten Problemen: mit Weltflucht, Drogen, schwarzem Humor und abstrusem Aktionismus. Das Lied vom Ende ist ein Familienroman voller Tempo und Perspektivwechsel. Eine Kreuzung aus Coming-of-Age-Story und Ehedrama. Ein vielschichtiges, tragikomisches Buch über die Abenteuer des Zusammenlebens.

Sein Autor, Christoph Jehlicka, wurde 1983 in Delmenhorst geboren. Er wuchs in Niedersachsen auf und lebt heute in Hamburg. Dort studierte er Anglistik und Soziologie. An der Universität Hildesheim studierte er Literarisches Schreiben. In unserem Programm liest er aus seinem Debütroman und spricht mit Stefan Mesch. Auch Stefan Mesch, geboren 1983 in Sinsheim (Baden) studierte in Hildesheim Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus. Er war Mitherausgeber der Literaturzeitschrift BELLA triste und Mitveranstalter von PROSANOVA, dem Festival für junge Literatur. Heute arbeitet er als Literaturkritiker und Journalist für Deutschlandfunk Kultur, ZEIT Online, Spiegel Online und den Berliner Tagesspiegel.

Eintritt: 9.00/erm. 7.00 – Bitte reservieren Sie Ihre Karten online oder telefonisch: 0441 – 235 3014

Veranstalter: Literaturbüro Oldenburg

Photo: Leo Krumbacher