Unser Programm

Do. 24. Mai 201820:00

BuschMusic

BuschMusic“Unser Ziel ist es, eine Musik zu spielen, die uns direkt mit dem Publikum verbindet. Die munteren Dialoge, die wir untereinander führen, übertragen sich auch auf die Zuhörer. Idealerweise können wir das Publikum in jedem Augenblick berühren, uns miteinander im Hier und Jetzt verbinden und jene magischen Momente kreieren, in denen so etwas wie eine Überwindung der Gravitation entsteht.

In den letzten beiden Jahren habe ich mehrere Kompositionen geschrieben, von denen ich glaube, dass sie am besten in der Besetzung Saxophon, Gitarre, Bass und Schlagzeug klingen. Ich knüpfe dabei an die schon in den achtziger Jahren gegründete Band BuschMusic an. Auch hier in der neuen Besetzung ist mir die Balance zwischen den Bereichen Komposition, Arrangement, Interpretation und Improvisation sehr wichtig.

Zum Programm gehören neben meinen Kompositionen auch Songs deutscher, jüdischer Komponisten aus den 20er und 30ger Jahren, die ich bearbeitet und speziell für unser Quartett arrangiert habe. Das musikalische Gestalten beschränkt sich dabei nicht nur auf den sehr freien und individuellen Umgang mit der vorgegebenen Material und der nachgestaltenden Wiedergabe, sondern fordert auch das gleichzeitige Erfinden und Ausführen eigener Ideen des gesamten Ensembles.” – Sigi Busch

Sigi Busch, Jahrgang 1943. Sein erstes Instrument war die Violine, mit 20 Jahren wechselte er zum Kontrabass. Nach dem Spiel mit Dixieland- und Swingbands absolvierte er ein Musikstudium in Bremen und am Berklee College Of Music in Boston. Am Anfang seiner Karriere spielte er in der Band von Ed Kröger und Joe Viera sowie in der frühen europäischen Rockjazz-Band Association P.C., anschließend in der Gruppe Jazztrack. 1975 erschien seine erste Platte unter eigenem Namen („Age of Miracles“, u.a. mit Charlie Mariano und Wolfgang Dauner) Im selben Jahr erhielt er den Förderpreis Musik der Stadt Bremen.

Sigi Busch arbeitete auch mit der Manfred Schoof Big Band und kurzzeitig 1989 mit dem Gil Evans Orchestra. Mit seiner Gruppe BuschMusic (u.a. Tony Lakatos und Vic Juris) legte er unter dem Titel „The Berlin Songbook“ eine von der Kritik positiv gewürdigte CD mit der Musik deutscher Komponisten der zwanziger und dreißiger Jahre vor. Daneben trat er mit vielen bekannten Jazzgrößen auf (wie Gary Burton, Albert Mangelsdorff, Charlie Mariano, David Liebman, Sonny Stitt, Woody Shaw, Jeremy Steig, Ben Webster oder John Zorn).

1988 erhielt er einen Ruf als Professor für Jazz in Theorie und Praxis an die Hochschule der Künste Berlin (das heutige Jazz-Institut Berlin). Busch legte mehrere Unterrichtswerke vor: eine “Kontrabassschule“, eine dreiteilige “Gehörbildung”, eine “Musiklehre” mit den harmonischen Grundlagen von Jazz und Pop (mehr als 25.000 verkaufte Exemplare) sowie seine Betrachtungen über „Improvisation im Jazz – ein dynamisches System“. 2008 erschien seine CD “Busch singt Busch”. Nach seiner Emeritierung zog er zurück nach Bremen, bzw. Worpswede. Aktuell ist er als Komponist und Arrangeur für Streichorchester, als Autor und als Kontrabassist in verschiedenen Bands tätig.

Dirk Piezunka studierte von 1996-2000 Saxophon in den Niederlanden bei Ferdinand Povel am Hilversum Conservatorium und an der Amsterdamer Hochschule für Künste. Neben zahlreichen CD-Aufnahmen spielte er Konzerte unter anderem mit dem Dusko Goykovich Quintet, Bernard Purdie, Dough Sides, Dejan Terzic, Martin Gjakonovski, Ken Norris, Barry Finnerty, Jost Nickel, Lutz Krajenski und vielen mehr. Er gastierte mit seinem Quartett auf diversen Jazzfestivals und unterrichtete Saxophon an der Hochschule für Künste in Bremen. Er ist aktuell als Baritonsaxophonist der Band “Westcoast 4” und als Solist im “Joe Dinkelbach Trio” zu hören. Mit seinem Trio “Continuum” hat er drei Platten veröffentlicht, die erste CD der Gruppe stand 2010 auf der Bestenliste der Deutschen Schallplattenkritik.

Martin Flindt, Jahrgang 1968, ist ein Gitarrist, dessen besonderes Interesse dem akustischen Jazz gilt. Seit seinem 15. Lebensjahr tritt er als Musiker auf. Während dieser langen Zeit hat er sich, trotz seiner eher traditionellen Ausrichtung, ein eigenes musikalisches Vokabular angeeignet, das seinem Spiel Lebendigkeit und Aktualität verleiht. In den 90er Jahren lebte er in Arnheim und Amsterdam, wo er u.a. bei Maarten Van der Grinten und Jesse Van Ruller studierte. Seit einigen Jahren wohnt er in Oldenburg. Neben den Auftritten mit verschiedenen Jazz-Projekten (unter anderem mit dem Sänger Ken Norris sowie der Nordwest-Bigband) macht er Theatermusik und arbeitet als Gitarrenlehrer und Dozent. Von ihm ist die Debut-CD „Playground“ seiner Band „Flindt’s Tones“ beim rennomierten Jazzgitarrenlabel JARDIS erschienen.

Christian Hiltawsky, Jahrgang 1982, Studium am Jazzinstitut Berlin bei Prof. John Hollenbeck, Workshops bei Jeff Hamilton, Bill Stuart, Antonio Sanchez, sowie Uli Beckerhoff, John Taylor. Verschiedene Bandformationen als Sideman und Bandleader. Dozent für Drumset und Combo beim JugendJazzOrchester Sachsen-Anhalt. Weitreichende Tätigkeit als Gastmusiker an verschiedenen Theatern in Berlin, Potsdam, Halle, Dessau. Mitglied verschiedener Bremer Gruppen, u.a. Sigi Busch
Trio, Johannes Haase Trio, Jano Rodt Trio. Im Oktober 2016 Aufnahme einer Piano Solo-LP. Christian lebt seit Sommer 2013 in Bremen.

Weitere Infos: www.sigibusch.de

Eintritt: € 15.00/erm. € 10.00. Bitte reservieren Sie Ihre Karten online oder telefonisch: 04481-920227 (AB).

Veranstalter: Jazzmusiker-Initiative Oldenburg e.V.